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Garbage Collection für Parallele und Verteilte Systeme

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– 3 – Speicherbereiche  wieder  zurückgefordert  und  für  das  laufende  Programm  verfügbar gemacht.  Um  die  „Lebendigkeit“  von  Objekten  zu  bestimmen,  wird  meist  untersucht, welche Objekte sich, ausge hend vom sogenannten Root Set, welches globale und lokale Variablen im Programm-Stack und Werte in Prozessorregistern beinhaltet, über Pointer erreichen  lassen.  Die  Erreichbarkeit  der  Objekte  wird  häufig  in  einem  Graphen  darge- stellt. Sind Objekte nicht vom Root Set erreichbar, werden Sie als überflüssig betrachtet und der von ihnen verwendete Speicher wird für andere Objekte freigemacht.   Eine fundamentale Anforderung an GC-Techniken ist, die Siche rheit der lebenden, noch benutzten  Objekte  zu  gewährleisten.  Speicherbereiche  lebender  Objekte  dürfen  nicht freigegeben   werden,   weil   sonst   Referenzen   anderer   Objekte   auf   die   freigegebenen Zellen  nicht  mehr  gültig  sind  und  Fehler  im  Programmablauf  auftreten  können.  Wie umfassend der Speicher von Garbage-Objekten bereinigt  wird,  ist  je  nach  verwendeter GC-Technik  unterschiedlich.  Ebenso  gibt  es  Unterschiede,  inwieweit  GC-Algorithmen Overhead   während   der   Programmausführung   erzeugen   und,   z.B.   bei   interaktiven Programmen,  Programmpausen  verursacht.  Für  die  weitere  Arbeit   sollen   hier   zwei Begriffe   eingeführt   werden:   Collector,   für   den   GC-Prozess   und   Mutator,   für   den Prozess,  der  einen  Benutzerprozess  ausführt  und  somit  Werte  und  Zeiger  im  Speicher verändern kann.   Im  Folgenden  werden  grundlegende  Techniken  zur  GC  ansatzweise dargestellt, auf de- nen die in den nächsten Kapiteln beschriebenen Algorithmen für verteilte und parallele Systeme  aufbauen.  Die  Techniken  unterscheiden  sich  vor  allem  darin,  auf  welche  Art die Identifizierung von Garbage unterstützt wird.   2.1 Reference Counting Beim Reference Counting wird für jedes Objekt mitgezählt, wie viele Referenzen, d.h. Zeiger von anderen Objekten, es auf das betrachtete Objekt gibt. Falls der Zähler eines Objekts auf null steht, kann der vom Objekt verwendete Speicher freigegeben  werden, weil  keine  Zeiger  mehr  auf  das  Objekt  zeigen  und  dieses  somit  vom  laufenden  Pro- gramm  nicht  mehr  erreicht  werden  kann  [Wi94].  Bevor  der  Speicher  freigesetzt wird, werden allerdings noch alle Zähler derjenigen Objekte dekreme ntiert, zu denen von dem Garbage-Objekt eine Referenz besteht.   Charakteristisch   für   das   einfache   Reference   Counting   ist,   dass   zyklische   Garbage- Strukturen  nicht  erkannt  werden  und  somit  auch  nicht  der  von  ihnen  belegte  Speicher freigegeben  wird.  Zudem  bringt  einerseits  die  Verwendung  von  Zählern  den  Vorteil, dass  Reference  Counting  inkrementell  arbeitet.  Andererseits erzeugt die Buchführung
  
Astronomie in Theorie und Praxis
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