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Garbage Collection für Parallele und Verteilte Systeme

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– 2 – 2 Grundlagen - Garbage Collection Zu Beginn dieses Kapitels wird erklärt, was unter dem Begriff „Garbage Collection“ zu verstehen ist, bevor anschließend drei verbreitete Ansätze -     Reference Counting, Mark- Sweep und Copying Garbage Collection  -     angesprochen werden. In Anlehnung an Jo- nes  und  Lins  [Jo96]  kann  Garbage  Collection  als  automatisches  Management  von  dy- namisch  zugewiesenem  Speicher  definiert  werden.  Dynamische  Zuweisung  bedeutet, dass Daten, deren Lebensdauer  nicht  im  Voraus  exakt  festgelegt  ist,  Speicher  zugeteilt wird  und,  nachdem  die  Daten  nicht  mehr  im  Speicher  benötigt  werden,  die  belegten Speicherbereiche wieder freigemacht werden. Laut der Definition geschieht bei der GC die Deallokation von zugewiesenem Speicher automatisch, d.h. ein Programmierer muss nicht  explizit  angeben,  wann  Daten  bzw.  Objekte  aus  dem  Speicher  entfernt  werden sollen.  Stattdessen  wird  diese  Aufgabe  auf  die  Laufzeitumgebung  eines  Programms übertragen.   Bei der GC können folgende Ziele verfolgt werden: erstens den Speicher umfassend von dem gesamten Garbage zu befreien, zweitens nur Garbage einzusammeln, drittens dabei Speicher so schnell und in ausreichendem Maße wieder freizugeben, dass neue Alloka- tionsanforderungen erfüllt werden können und viertens Zeit- und Platzoverhead auf ak- zeptablem Niveau halten [Jo96]. Während das erste Ziel von einigen GC-Algorithmen nicht   immer   vollständig   erreicht   wird,   weil   z.B.   keine   Zyklen   zwischen   Garbage- Objekten  erkannt  werden,  ist  das  Erreichen  des  zweiten  Ziels  essentiell  für  ein  GC- Verfahren, um einen fehlerhaften Programmablauf zu verhindern. Eine  automatische  Deallokation  hat  den  Vorteil,  dass  bei  modularer  Programmierung Abhängigkeiten  zw ischen verschiedenen  Modulen insofern vermieden werden können, dass ein Modul nicht wissen muss, ob andere Module noch ein bestimmtes Objekt des Moduls  benötigen  bzw.  darauf  zugreifen  können  und  es  deshalb  im  Speicher  gehalten werden muss [Wi94]. Besonders in verteilten bzw. parallelen Systemen sollten Abhä n- gigkeiten  zwischen  Modulen  bezüglich  der  Speicherwaltung  minimiert  werden,  weil beispielsweise  aufgrund  mehrerer,  interagierender  Prozesse  die  Abhängigkeiten  noch komplexer  und  bei  der  Programmierung  schwerer  überschaubar  werden  können.  Tritt bei  expliziter  Speicherwaltung  ein  fehlerhaftes  Verhalten  in  einem  Programm  auf,  ge- staltet sich die Fehlerdiagnose schwierig, weil Fehler häufig nicht wiederholt auftreten und somit schwer reproduziert werden können [Wi94]. Laut Wilson  lässt  sich  die  Grundfunktionalität  eines  Garbage  Collector  in  zwei  Teile aufgliedern.  Erstens  wird  eine  Unterscheidung  zwischen  sogenannten  lebenden  und  to- ten,  überflüssigen  Objekten  (Garbage)  durchgeführt,  d.h.  Garbage  im  Speicher  wird identifiziert (Garbage Detection). Zweitens werden die von nutzlosen Objekten belegten
  
Trölß, Josef, Bd.1 : Einführung in Mathcad
Siehe auch:
Elektrische Netzwerkanalyse: Anwendungen in Ma...
Angewandte Mathematik mit Mathcad. Lehr- und Arbe...
Angewandte Mathematik mit Mathcad. Lehr- und Arbe...
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Microsoft Word 2010 - Das Handbuch
 
   
 
     
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