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Garbage Collection für Parallele und Verteilte Systeme

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– 27 – mit einer doppelt verketteten Liste um. Während Baker eine Read-Barrier zur Synchro- nisation  von  Mutator  und  Collector  vorsieht,  vertreten  Jones  und  Lins  die  Meinung, dass eine Write-Barrier günstiger ist, da sie bessere Performance bietet [Jo96].   Insgesamt  bieten  Laut  Flood  et  al.  [Fl01]  parallele  Kollektoren,  besonders  für  große, speicherintensive  Multithreaded-Applikationen,  ein  großes  Potenzial,  um  erstens  das Ziel zu erreichen, die durch GC verursachten Pausen zu verringern und zweitens auch den  Durchsatz  zu  erhöhen.  Ferner  ist  zu  bemerken,  dass  einige  sogenannten  Realzeit- Algorithmen,  Zeitschranken  nicht  garantieren  können,  was  aber  eine  Bedingung  für Realzeitanwendungen  ist  [Jo96].  Trotzdem  gibt  es  immer  mehr  GC-Algorithmen, die auch Anforderungen für die Entwicklung von Realzeitapplikation berücksichtigen (z.B. GC für C++ [Ni93]). Die  zunehmende  Vernetzung  von  Computern  und  anderen  Komponenten  führt  dazu, dass  die  Anzahl  der  Anwendungen,  die  verteilt  über  ein  Netzwerk  ablaufen,  immer mehr  zunimmt.  Das  Ziel  in einem verteilten System ist, dass trotz der Vernetzung und Interaktion mehrerer autonomer Rechner eine Anwendung transparent für einen Benut- zer abläuft. Jedoch bedingen zusätzliche Probleme, wie z.B. Race Conditions zwischen Nachrichten, Duplikate oder verlorene Nachrichten zusätzliche Anforderungen in Bezug auf Robustheit und Fehlertoleranz, um GC in verteilten Systemen durchführen zu kön- nen.  Neben  Algorithmen,  die  auf  einem  Mark-Sweep-Verfahren beruhen  -   wie  der Mark-Tree Collector von Hudak und Keller (vgl. Kap. 4.2.1) -     gibt es auch verschiede- ne  hybride  Collectoren,  die  aus  lokalen  Tracing-  und  globalen  Reference  Counting- Verfahren bestehen (vgl. Kap. 4.2.2). Durch Kombination der beiden Verfahren lassen beispielsweise auch zyklische Garbage-Strukturen entdecken.   Mit  zunehmender  Bedeutung  objektorientierter  Sprachen  gibt  es  auch  Überlegungen, wie verteilte GC als eine Betriebssystemkomponente umgesetzt bzw. durch Betriebssys- temkomponenten  unterstützt  werden  kann  [Pl91].  Dabei    fordern  beispielsweise  Plain- fossé  und  Shapiro,  dass  der  verwendete  Algorithmus  parallel  ablaufen  und  skalierbar sein muss und unverlässliche Kommunikation tolerieren sollte. Abschließend  soll  bemerkt  werden,  dass  die  Distributed  Garbage  Collection  in  Java™ (beispielsweise  für  Anwendungen  mit  Remote  Methode  Invocation   - RMI) auf einem Reference  Counting-Verfahren  basiert,  wobei  auch  das  sogenannte  Leasing-Konzept, d.h. das Bewilligen von Ressourcen für einen bestimmten Zeitraum, Anwendung findet [Kap. 5.2.6, Co01].  
  
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Siehe auch:
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