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Garbage Collection für Parallele und Verteilte Systeme

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– 26 – 5 Zusammenfassung und Ausblick In der vorliegenden Arbeit wurde Garbage Collection in parallelen und verteilten Sys- temen beschrieben. Das Ziel von parallelen Verfahren ist, die Pausen einer Programm- ausführung während der GC zu verringern [Jo96], wobei andere Ziele wie z.B. Korrekt- heit u nd  eine  möglichst  umfassende  Speicherbereinigung  nicht  außer  Acht  gelassen werden  dürfen,  um  einen  ungestörten  Programmablauf  auch  mit  GC  zu  gewährleisten. Dazu  wurden    eben  inkrementellen  Algorithmen  für  sequenzielle  Architekturen  auch mehrere  verbreitete Algorithmen vorgestellt, die auf Multiprozessorsystemen eine echt parallele  Ausführung  von  Mutator  und  Collector  erlauben.  Allerdings  bedürfen  beide Verfahren  einer  Synchronisation  der  beiden  Prozesse,  welche  zusätzliche  Kosten  her- vorruft.  Durch  eine  unterschiedliche  Sicht  von  Mutator  auf  Collector  bezogen  auf  die Lebendigkeit  von  Objekten  können  die  Kosten  zur  Synchronisation  jedoch  verringert werden. Aber dafür kann  - je nach Konservativität des Collectors großer Anteil von sogenanntem Floating Garbage bis zum nächsten GC-Zyklus „überle- ben“. Während Mark-Sweep-Algorithmen meist mit einer Write-Barrier (Incremental- Update oder  Snapshot-At-Beginning)  zusammenarbeiten,  wird  für  kopierende  Verfahren  eine aufwendigere  Read-Barrier  nötig,  um  den  Mutator  vor  Änderungen  des  Collectors  zu schützen. Beispielsweise steht in Bakers kopierendem Algorithmus (vgl. Kap. 3.2.2) die Korrektheit  des  Verfahrens  im  Vo rdergrund  und  weniger  die  Effizienz.  Deshalb  wird für  seine  feingranulare  Write-Barrier  auch  oft  eine  Hardwareunterstützung  gefordert [Jo96]. Der von Appel, Ellis und Li konstruierte Algorithmus (vgl. Kap. 3.2.3) fußt auf Bakers,  verwendet  aber  eine  Read-Barrier,  die  auf  ganzen  Speicherseiten  (Pages)  statt auf  einzelnen  Zellen  arbeitet  und  dazu  Hardware  für  virtuelle  Speicherunterstützung nutzt. Auch die konkurrente Arbeitsweise fördert einen Effizienzgewinn gegenüber Ba- kers Algorithmus.   Allerdings ist auc h von Bedeutung, wie konservativ die Allokation neuer Objekte gere- gelt wird. Während beispielsweise Dijkstra in seinem Mark-Sweep Collector neue Ob- jekte  direkt  schwarz  oder  grau  färbt,  was  bedeutet,  dass  sie  auf  jeden  Fall  bis  zum nächsten GC-Zyklus erhalten bleiben, können bei Steele neue Objekte auch weiß initia- lisiert  werden  (vgl.  Kap.  3.2.1).  Dadurch  ist  ihnen  die  Möglichkeit  gegeben,  während des  aktuellen  GC-Zyklus  zu  „sterben“,  und  der  von  ihnen  belegte  Speicher  kann  noch freigegeben werden. Bakers  Treadmill- Algorithmus  (vgl.  Kap.  3.2.5)  setzt  die  aus  Copying  Collectors  be- kannten vier Objektmengen (bereits abschließend untersuc hte; zwar erreichte, aber noch nicht  vollständig  analysierte  Objekte;  nicht  erreichte  Objekte;  freie  Speicherbereiche)
  
Systemisches Design
Siehe auch:
Simplicity: Die zehn Gesetze der Einfachheit
Usability Engineering kompakt: Benutzbare Sof...
Der Mensch und seine Zeichen. marixwissen
Crashkurs Typo und Layout: Vom Schrift...
Kompendium der Mediengestaltung Digital und...
Programme entwerfen
 
   
 
     
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